Jugendfreizeit Borkum 2026 – „faith can move mountains“

Vom 14. bis 17. Mai durften rund 360 Jugendliche aus dem Apostelbereich von Dirk Schulz eine ganz besondere Jugendfreizeit auf Borkum erleben. Vier Tage voller Gemeinschaft, Glauben, Freude, Musik, Gespräche und unvergesslicher Momente liegen hinter uns – und noch immer wirken diese Tage nach.

Bereits beim gemeinsamen Treffen am Fähranleger in Emden war die große Vorfreude überall spürbar. Die Koffer waren gepackt, die Spannung stieg und die Freude auf die gemeinsame Zeit war in vielen Gesprächen und lachenden Gesichtern deutlich zu sehen. Unter dem Motto „faith can move mountains“ (Glaube kann Berge versetzen) machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Borkum – gespannt darauf, was Gott in diesen Tagen für uns bereithalten würde. Der erste große Höhepunkt erwartete uns direkt am Donnerstagabend mit dem gemeinsamen Himmelfahrtsgottesdienst.

Priester Zeuschner diente aus Johannes 16,28. Innerhalb des Gottesdienstes wurde deutlich, dass unser himmlischer Vater für jeden Einzelnen von uns einen Weg vorbereitet hat. Auch wenn dieser Weg nicht immer gerade verläuft und manchmal eher einem „Zickzackkurs“ gleicht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns führt und begleitet. Dabei wurde das Bild eines inneren Kompasses aufgegriffen: Gott möchte unseren Kompass schärfen, damit wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren – auch dann nicht, wenn Berge auf unserem Weg auftauchen. Manchmal stellt sich dann die Frage: Gehe ich über den Berg hinweg? Suche ich einen Weg außen herum? Doch egal, wie unser Weg aussieht – wir gehen ihn niemals allein. Denn wir sind immer mindestens zu viert unterwegs: Gott, Jesus Christus, der Heilige Geist und wir selbst.

Der Freitag verlief wettertechnisch anders als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte ein gemeinsamer Strandtag stattfinden, doch aufgrund des Wetters musste spontan umdisponiert werden. Der Stimmung tat das jedoch überhaupt keinen Abbruch – im Gegenteil: Auf dem Gelände entstand ein unglaublich lebendiger und abwechslungsreicher Tag voller Gemeinschaft und Freude.

Die Volleybälle flogen beim Turnier über die Netze, andere stellten ihr Können beim Beer-Pong-Turnier oder Wikinger-Schach unter Beweis. Escape Rooms, Team-Quiz, Gelände-Soccer, Kreativangebote und sogar eine Wattwanderung sorgten dafür, dass wirklich jede und jeder etwas Passendes finden konnte. Überall entstanden Gespräche, neue Begegnungen und gemeinsames Lachen. Am Abend wurde dann gemeinsam gefeiert. Bei der Party mit Mocktailbar wurde getanzt, gesungen und gelacht. Von „Macarena“ über „Cotton Eye Joe“ bis hin zu einer aufgemischten Version von „Der Herr ist mein Licht“ war für alle etwas dabei. Es war beeindruckend zu erleben, wie viel Freude, Gemeinschaft und Herzlichkeit an diesem Abend spürbar wurden.

Auch der Samstag war wieder geprägt von einem vielfältigen Programm und vielen besonderen Glaubensmomenten. Nach dem Frühstück trafen wir uns zunächst zur gemeinsamen Chorprobe, um uns musikalisch auf den Gottesdienst mit unserem Bezirksapostel am Sonntag vorzubereiten.

Darüber hinaus gab es zahlreiche Freizeitangebote: Kreativworkshops, Escape Rooms, ein Pokerturnier oder gemeinsames Zumba mit rund 80 Jugendlichen. Überall auf dem Gelände war Leben, Freude und Gemeinschaft zu spüren.

Ein besonderer Schwerpunkt des Tages war die Jugendstunde, die uns das Motto „faith can move mountains“ noch einmal auf eindrückliche Weise näherbrachte. Zu Beginn wurden die Berge unseres Lebens thematisiert. Dabei wurde interaktiv und bildlich dargestellt, dass die Herausforderungen unseres Lebens ganz unterschiedlich aussehen können – vom kleinen Maulwurfshügel bis hin zum Mount Everest. Schnell wurde deutlich: Jeder Mensch trägt seine eigenen Berge mit sich herum. Doch die zentrale Botschaft war klar: Gott kann die Berge unseres Lebens versetzen. Gerade dann, wenn uns Mut oder Kraft fehlen, ist Gott die Antwort. Seine Stärke ist unaufhaltsam. Gleichzeitig wurde uns bewusst gemacht, dass oft der erste Schritt der schwerste ist und am meisten Energie kostet. Manchmal sind wir außerdem so sehr auf die Zukunft und auf die Berge vor uns fokussiert, dass wir gar nicht realisieren, dass wir uns vielleicht genau an dem Ort befinden, für den wir früher einmal gebetet haben. Besonders eindrücklich war der Gedanke, dass Gebet zwar nicht immer sofort alle Probleme verschwinden lässt, aber dennoch etwas bewegt. Es verändert Situationen, Herzen und Perspektiven. Gott wirkt – manchmal anders, als wir es erwarten, aber niemals fern von uns. Nach der Jugendstunde wurde es noch einmal sportlich bei den letzten Spielen des Volleyballturniers. Außerdem fand ein „Let’s talk about“ statt – ein Austauschformat, bei dem Jugendliche sich auf spielerische und offene Weise über Fragen ihres Glaubens austauschen konnten.

Am Abend durften wir dann unseren Bezirksapostel Heynes und Apostel Schulz auf Borkum begrüßen. Nach einem gemeinsamen Grillabend hatten wir die Gelegenheit, unseren neuen Bezirksapostel in einem moderierten „Meet and Greet“ näher kennenzulernen. Er erzählte offen von persönlichen Glaubenserfahrungen, beantwortete Fragen und begegnete uns auf eine sehr herzliche und nahbare Weise. Besonders schön war zu erleben, wie sehr er die Sprache der Jugend spricht und wie authentisch er seinen Glauben mit uns teilte. Auch der Spaß kam nicht zu kurz – vor allem bei der abschließenden „Entweder-oder“-Fragerunde wurde viel gelacht.

Anschließend ließen wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. Bei Stockbrot und Punsch entstanden viele schöne Gespräche und Momente echter Gemeinschaft. Am Sonntag stand schließlich bereits der letzte Tag unserer Jugendfreizeit bevor – viel zu schnell waren diese besonderen Tage vergangen.

Doch ein ganz besonderes Highlight lag noch vor uns: der gemeinsame Gottesdienst mit unserem Bezirksapostel. Ausgehend von Römer 8,25: „Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir in Geduld“, ermutigte uns unser Bezirksapostel dazu, Friedensstifter oder auch „Spreader des Friedens“ zu sein. „Lasst uns Freude haben, lasst uns fröhlich sein“, gab er uns mit auf den Weg. Besonders bewegend war der Gedanke, dass Zweifel nicht automatisch ein Zeichen schwachen Glaubens sind. Auch wenn wir manchmal Fragen haben oder Dinge nicht sofort verstehen, sollen wir nicht aufgeben, sondern geduldig bleiben und weiter beten. Selbst wenn wir länger warten müssen, dürfen wir ruhig und gelassen bleiben und darauf vertrauen, dass Gott seinen Weg mit uns geht. Sehr eindrücklich war dabei auch der Satz unseres Bezirksapostels: „According to your word let it be.“ Wir dürfen uns in Gottes Hand fallen lassen, ihm vertrauen und im Glauben dranbleiben. Die mitdienenden Amtsträger griffen diese Gedanken auf und vertieften sie weiter. Diakon Mayer machte deutlich, dass Geduld oft schwerfällt, wir manches aber vielleicht auch so sehen dürfen, dass etwas „noch nicht“ geklappt hat oder wir etwas „noch nicht“ erkennen können. Manchmal brauchen Dinge einfach Zeit. Doch egal, welcher Berg vor uns liegt – mit Gott ist kein Berg unüberwindbar. Priesterin Jürgens motivierte uns dazu, unseren Fokus wieder neu auf Jesus zu richten. Denn wenn wir auf ihn schauen, wachsen Hoffnung, Mut und Vertrauen. Gleichzeitig machte sie uns bewusst, wie wertvoll unsere Gemeinschaft ist: Niemand muss seinen Weg alleine gehen. Wir dürfen mutig aufeinander zugehen und füreinander da sein. Auch unser Apostel öffnete uns sein Herz und machte uns deutlich, dass Gott jeden einzelnen von uns kennt und für jeden eine Zukunft bereithält. Besonders berührend war dabei das Bild, dass unsere Kirche und Gemeinschaft wie eine „Mutti“ sein darf – ein Ort, der schützt, Sicherheit schenkt und Mut macht. Mit vollen Herzen, großer Dankbarkeit und gestärktem Glauben traten wir schließlich die Heimreise an. Noch immer fällt es schwer, in Worte zu fassen, welche Bedeutung eine solche Freizeit für uns Jugendliche hat. Diese Tage haben nicht nur unsere Gemeinschaft gestärkt, sondern uns vor allem neu bewusst gemacht, dass wir ein gemeinsames Ziel haben und niemals alleine unterwegs sind. An dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN an alle, die uns diese Jugendfreizeit ermöglicht und uns im Gebet begleitet haben. Dabei wird uns ein Glaubenserlebnis des Wochenendes wohl lange in Erinnerung bleiben:Am Samstagabend war unklar, ob der Gottesdienst am Sonntag überhaupt stattfinden könnte.

Alle großen Programmpunkte des Wochenendes fanden in einem Zelt auf dem Gelände der Jugendherberge statt. Dieses war jedoch nicht für größere Stürme oder Unwetter ausgelegt. Die Wettervorhersagen machten uns zunehmend unruhig, denn unter diesen Bedingungen hätte der Gottesdienst am Sonntagmorgen dort nicht stattfinden können. Einen geeigneten Alternativort gab es nicht. Die einzige Strategie war also: beten. „Denn was passiert, wenn sie nun zusammen vor ihn treten und gemeinsam beten“? Am Samstag Abend beteten wir mit knapp 360 Jugendlichen für besseres Wetter. Und was sollen wir sagen? Der Sonntag wurde wettertechnisch der schönste Tag des gesamten Wochenendes. Kein Sturm, kein Unwetter – stattdessen Sonne, Gemeinschaft und ein unvergesslicher Gottesdienst. Faith can move mountains